Emmi & Leo
a Patchwork Family

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2020-04-29   |   Die Corona-Krise - ein Update
Heute Morgen habe ich auf DLF Deutschlandfunk ein Interview mit Margot Käßmann gehört (ehemalige EKG-Ratsvorsitzende). Das Gespräch mit dem DLF bezog sich im Wesentlichen auf Aussagen vom vergangenen Wochenende, in denen Wolfgang Schäuble eine kritische Meinung zu den derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung äußerte. Dieses Interview fand ich sehr interessant, spiegelt es doch weitgehend meine eigene Meinung wieder:


Frau Käßmann gehört nach eigener Aussage mit 61 Jahren selbst zur gefährdeten Altersgruppe. Sie wirbt jedoch dafür, dass jeder weitgehend für sich selbst entscheiden kann, ob und wie weit er sich gesundheitlich bedroht fühlt und welche Maßnahmen (Rückzug) er für sich als angemessen betrachtet. 3 Beispiele machen deutlich, in welcher Zwickmühle wir stecken:

- die Tochter, die seit vielen Wochen ihre Mutter im Altenheim nicht mehr besuchen darf. Sie hat Angst, dass Ihre Mutter nicht an Corona, sondern Vereinsamung und Isolation stirbt, und sie ihr dabei nicht einmal die Hand halten darf...

- Kinder, die in Problemfamilien teilweise von Ihren Eltern zu Hause allein gelassen werden (eingeschlossen), weil Schulen und Kitas geschlossen sind. Isolation und Gefährdung sind die Folge

- massenweise Firmen und Kleinunternehmen, welche die angeordneten Auflagen und Schließungen nicht überleben. Die wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht absehbar.

Warum wurden bestimmte Geschäfte überhaupt geschlossen? Selbst ein Betreten mit Maskenschutz wäre besser gewesen als eine komplette Schließung. Andere Maßnahmen wie die Absage von Großveranstaltungen, Einschränkung der Reisefreiheit etc. sind notwendig und werden uns sicher noch eine Weile begleiten.


2020-04-02   |   Die Corona-Krise
Seit einigen Wochen hat sie uns in Ihrem Bann - die Corona-Krise. Kein Tag vergeht, an dem nicht von morgens bis abends ein Thema dominiert - der Virus und die allgegenwärtige Gefahr. Seit 2 Wochen haben wir nun verschärfte Bedingungen in Deutschland, von geschlossenen Geschäften, Schulen, Universitäten über Ausgangssperre, Hamsterkäufe, Reiseverbote und so weiter... und niemand vermag heute zu sagen, wann das aufhört und das "normale" Leben weitergeht. Viele empfinden Angst, vor dem Virus ebenso wie vor den Folgen. "Home Office" wird bestimmt das zweite Wort des Jahres 2020, vielleicht auch das dritte nach "Hamsterkäufe".

Ob die Maßnahmen letztendlich richtig sind oder waren, um uns zu schützen, werden wir erst in einigen Monaten wissen. Ich denke aber es ist ganz wichtig, dass wir ab Ende April zunächst die Schulen und Universitäten wieder aktivieren, wenn vielleicht auch - soweit möglich - im eingeschränkten Modus. Sonst laufen wir Gefahr, die Übersicht und Kontrolle ganz zu verlieren und unsere Kinder haben keine Chance mehr, den liegengebliebenen Lehrstoff aufzuarbeiten. Auch die Kindergärten sollten dann wieder öffnen. "Home Office" ist für viele von uns schwer oder garnicht zu bewerkstelligen. Erst recht nicht, wenn auch Kinder im Haus sind. Was hindert uns daran, die gefährdete Bevölkerungsgruppe - alte Menschen, kranke Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen - weiterhin besonders zu schützen? Darauf sollten wir uns konzentrieren.


2018-08-03   |   Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL
An unserem diesjährigen Störtebeker-Wochenende sind wir nach knapp 4 Jahren auch wieder einmal zum Königsstuhl gewandert. Und dort erwartete uns dann eine unangenehme Überraschung: in der Zwischenzeit wurde der eigentliche Königsstuhl - gemeint ist die bekannte Aussichtsplattform - zum Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL umgebaut. Nicht, dass wir etwas gegen dieses Zentrum haben. Aber um jetzt einfach nur die ehemalige Aussichtsplattform besuchen zu können, wird man gezwungen, ein volles Ticket für das gesamte Zentrum inklusive Ausstellung zu kaufen - pro Erwachsenen für knapp 10 Euro... also einmal 20 Euro, damit wir 2 einen kurzen Blick auf die Kreidefelsen werfen können... schade! Da entsteht schnell der Eindruck, dass es hier einfach nur ums Geldverdienen geht, und nicht um den Erhalt von wertvollen Naturschauplätzen. Wir haben verzichtet, und uns alternativ den etwas weiter rechts gelegenen (nicht ganz so schönen) Blick gegönnt.